Fridays For Future verhandelt Autorität von Politikern neu

Wie die Bewegung Fridays For Future auch die Autorität von Politikerinnen und Politikern neu verhandelt

Die Klimaaktivistin, Greta Thunberg, hat mit ihrem Streik Fridays For Future eine Demonstrationsbewegung initiiert. Damit fordert sie von Politikern schnelleres, politisches Handeln. Als Teil der Zivilgesellschaft verhandelt die Bewegung Fridays For Future jedoch auch die Autorität (auctoritas) von Politikerinnen und Politikern neu. Auch wenn das nicht das Ziel der AktivistInnen als auch deren Unterstützenden ist: sie wirkt als Nebeneffekt darauf hin.

Diese Verhandlung von Autorität im politischen Kontext ist weder den meisten Politikerinnen und Politikern noch Medienvertretenden wirklich klar.

Die Neuverhandlung begann etwa zu der Zeit, als beispielsweise Ministerpräsident Armin Laschet als ein Repräsentant der institutionellen Autorität (potestas) die Demonstrationen als „Schulwänzen“ bewertete. Und er zusätzlich das Verhalten als „leichteren Weg“ entwertete. Stattdessen sollen die Schülerinnen und Schüler ein „Opfer“ erbringen und in der Freitzeit streiken (Quelle).
Damit begann die Tragik zwischen institutioneller Funktionsautorität (potestas) und der freiwilligen Zuschreibung von Führung durch die persönliche Beziehungsgestaltung des Funktionsinhabers bzw. der -inhaberin (auctoritas).

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