
Autoritätsforschung
Aktuelle Forschungsprojekte
- Einzelfallstudie in einem Fachbereich eines sozialwirtschaftlichen Unternehmens zu Co-Führung als performative Haltung Transformativer Autorität – ab November 2026.
Zum Working Paper des Forschungsdesigns (bald verfügbar)
- Seit Juli 2026 führe ich – in Kooperation mit Dr. Sarah Lukas von der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung, Dillingen – eine jährlich wiederholte Studie im mixed-methods Design durch. Wir befragen jedes Jahr eine neue Kohorte von circa 16 Schulleitungen in einem Prä-Post-Follow-Up-Längsschnitt: vor der Fortbildung, direkt danach, fünf Monate später. Durch die jährliche Zusammenführung der Ergebnisse erhöhen wir die Fallzahl und streben stabilere Befunde bzw. neue Erkenntnisse zu den sieben Elementen/Holonen der Transformativen Autorität an. Pro Messzeitpunkt und Element/Holon erfassen wir die wahrgenommene Nützlichkeit (Likert-Skala), ergänzt durch ein offenes Freitextfeld (item-basierter Hybridfragebogen). Die Fragen sind transformativ formuliert: Neben der Messung setzen sie zusätzlich selbst Reflexionsimpulse (Paradigma nach Donna Mertens). Die quantitativen Daten werten wir deskriptiv aus; sie dienen als heuristischer Rahmen für die vertiefte qualitative Analyse.
Kurz gesagt: Jedes Jahr befragen wir eine neue Gruppe von Schulleitungen dreimal zur Nützlichkeit der sieben Elemente/Holone der Transformativen Autorität im Führungsalltag – vor, direkt nach und fünf Monate nach der Fortbildung.
- Ich gehe in einer autoethnografischen Arbeit mit evokativen und kritisch-analytischen Anteilen der Frage nach: Wie verändern sich mein Verständnis und meine Praxis der Transformativen Autorität durch die Auseinandersetzung mit „Healing of Memories“ (nach Michael Lapsley)? Einem Ansatz – der im Kontext der Aufarbeitung politischer Gewalt in Südafrika entwickelt wurde – zur Bearbeitung von emotionalen Verwundungen durch Gewalt, Unrecht und Verlust.
Kurz gesagt: Ich untersuche wissenschaftlich an mir selbst, was sich zeigt, wenn die werdende Theorie der Transformativen Autorität auf „Healing of Memories“ trifft.
Meine Dissertation
In meiner Dissertation bin ich der Frage nachgegangen, wie wir Autorität in Organisationen anders verstehen und praktizieren können – jenseits von autoritären, antiautoritären Mustern oder irgendwelchen Mischformen.
Mich interessierte dabei besonders, wie Führungskräfte und Mitarbeitende mit Konflikten umgehen können, ohne sie vorschnell zu lösen oder zu übergehen, sondern sie vielmehr als Raum für Wandel nutzen können. Autorität (und Führung) erscheint in diesem Verständnis als ein feldförmiges Beziehungsgeschehen, das stark vom jeweiligen Kontext geprägt ist – und weniger als reine Rolle oder Position.
Meine Arbeit verbindet theoretische Überlegungen mit empirischer Forschung und methodischer Reflexion. Es ging mir darum, neue Perspektiven auf Macht, Konflikt und Transformation in Organisationen zu eröffnen – und gleichzeitig zu zeigen, dass Forschung selbst Teil dieser Dynamiken ist und nicht außerhalb davon steht.
Ich bin dankbar für die sorgfältige und zugleich kritische Auseinandersetzung der beiden Gutachter mit meiner Arbeit. Besonders berührt hat mich, dass sie das wissenschaftliche, methodische und gesellschaftliche Anliegen meiner Forschung klar erkannt und benannt haben. Die beiden Zitate geben einen kleinen Einblick in ihre Einschätzungen.
Der Verfasser betritt Neuland, indem er ein transformatives Verständnis von Konfliktbearbeitung theoretisch entwickelt, empirisch erkundet und methodologisch reflektiert. Die Dissertation zeigt eine eigenständige Stimme, wissenschaftliche Reife und das Potenzial, das Denken über Autorität, Macht und Transformation in Organisationen nachhaltig zu beeinflussen.
– Prof. Dr. Georg Müller-Christ, Universität Bremen
Von einer kreativen und mutigen Idee ausgehend, die sich in jahrelanger Praxis entwickelt und als gut anschlussfähig erwiesen hat, hat Frank Baumann-Habersack ein innovatives Design entwickelt und durchgezogen, das ich so noch nie gesehen habe.
– Prof. Dr. Arist von Schlippe, Universität Witten/Herdecke
Das Buch als
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– gedruckte Version
